Installationserfahrung mit Ubtuntu 12.04

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Mir sind Stabilität und Geschwindigkeit sehr wichtig. Außerdem mag ich nicht ständig an meinem Rechner herumbasteln müssen, weil sich irgendeine Konfiguration geändert hat. Schon gar nicht mag ich mein System dauernd neu aufsetzen. Ich habe mich daher für Ubuntu 12.04 LTS in der 64-Bit-Version entschieden.

Ich weiß, es gibt schnellere Linux-Distributionen. Ubuntu 12.04 LTS ist mir aber performant genug. Wie das Kürzel LTS (Long Time Support) andeutet,  wird diese Version lange gepflegt. Ubuntu 12.04 LTS wird bis zum 26. April 2017 mit Updates versorgt werden.

Als Hardware verwende ich ein Lenovo ThinkPad T510 mit 8 GB RAM und einer 512 GB SSD. Das Notebook besitzt eine NVidia-Grafikkarte und verfügt über einen integrierten UMTS-Kartenslot. Den Fingerabdruckleser nutze ich nicht mehr. Unter Ubuntu 10.04 hatte ich ihn allerdings, wenn auch mit ein wenig Handarbeit, erfolgreich in Betrieb genommen.

Die Installation des Basissystems habe ich mit Hilfe der so genannten Desktop-CD vorgenommen, die man sich unter http://wiki.ubuntuusers.de/Downloads/Precise_Pangolin herunterladen kann. Das heruntergeladene Image ist auf eine CDROM zu brennen, von der dann der Rechner gebootet und installiert werden kann. Da das Image nur einen minimalen Teil der Distribution enthält, insbesondere auch die für Deutschland notwendigen Sprachpakete nicht vollumfänglich enthält, ist es ratsam, wenn auch nicht zwingend erforderlich, bereits während der Installation eine Netzwerkverbindung einzurichten. Dies kann im Rahmen der Installation problemlos und dialoggesteuert vorgenommen werden.

Der eigentlich Installationsvorgang des Basissystems erfolgt vollkommen unspektakulär. Nach etwa 25-30 Minuten bootet der Rechner in das neu installierte Ubuntu-System. Jetzt folgen noch einige automatische Updates. Obgleich parallel hierzu angezeigt wird, eine Grafikkarte erkannt zu haben, für die proprietäre Treiber verfügbar sind, sollte man dieses vorerst unbeachtet lassen, und das System die erforderlichen Aktualisierungen durchführen lassen.

Nach erfolgten Aktualisierungen wird wieder angeboten, die Grafikkarte mit proprietären Treibern zu versorgen. Ich habe dieses Angebot angenommen und mich für die Original-NVidia-Treiber entschieden. Ich hatte die Wahl zwischen einem ganz aktuellen und einem schon etwas abgehangenerem Treiber, der mit dem Attribut «Empfohlen» gekennzeichnet war. Für letzteren habe ich mich entschieden.

Damit ist die Basisinstallation auch schon abgeschlossen. Die gesamte im Lenovo Thinkpad T510 verbaute Hardware ist sauber erkannt und lauffähig. Lediglich der Fingerabdruckleser sowie die Einrichtung von UMTS-Verbindungen bedürfen noch kleiner Nacharbeiten. Beides ist jedoch kein Hexenwerk. Da ich die Sache mit den Fingerabdrücken nicht besonders mag, habe ich, wie bereits gesagt,  darauf verzichtet das Gerät zu konfigurieren. Für die Einrichtung von UMTS werde ich einen kleinen Extra-Artikel schreiben. Nur so viel schon an dieser Stelle: UMTS funktioniert ganz prächtig!

Fazit: Ubuntu 12.04 LTS und das Lenovo Thinkpad T510 sind ein gutes Gespann. Problemloser kann sich ein Linux fast nicht installieren lassen.

Mein Linux-Desktop

Mein Linux-Desktop

Eines sollte ich vielleicht noch erwähnen: Nachdem Medibuntu seinen Dienst eingestellt hat, muss man sich, wenn man kommerzielle DVD ansehen möchte,  das Paktet libdvdcss2 anderweitig beschaffen. Es kann über http://www.videolan.org/developers/libdvdcss.html bezogen werden. Auf eine mögliche Problematik mit der Rechtmäßigkeit, libdvdcss2 in Deutschland zu verwenden, sei ausdrücklich hingeweisen.